Viermalbe’s Smörgåsbord
viermalbe

...allein das Wort schon!

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July 12th, 4:36am 2 comments

Augenzeuge

...ist doch jemand, der eine Tat beobachtet hat, oder? Wenn man jetzt aber den Täter nur hört: ...ist man dann ein Ohrenzeuge? Oder erst der Nasenzeuge, der die Tat nur gerochen hat. Ich finde, diese Wörter haben durchaus auch eine Berechtigung.

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July 6th, 12:40am 0 comments

Scharmützel

...leitet sich von scaramuccia (ital. für Treffen) ab und beschreibt ein kleines Handgemenge oder Gefecht. Interessant ist, dass das Wort auch in anderen Sprachen vorkommt. So weiß Wikipedia:

Das Wort Scharmützel wurde in der Form "шармицель" (scharmitsel) ins Russische übernommen, ist jedoch seit dem 18. Jahrhundert dort nicht mehr gebräuchlich. Im Schwedischen besteht es als skärmytsling in der ursprünglichen Bedeutung. Im Englischen ist die Version "skirmish" bis heute gebräuchlich. Quelle

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June 29th, 2:00am 0 comments

Fallblattanzeige

Immer, wenn ich auf meinen Zug warte, der mich an mein Reiseziel bringen soll, starre ich auf die Anzeigetafeln und wundere mich, woher die Buchstaben wissen, wo sie anhalten müssen, um sinnvolle Worte zu ergeben. Ich stelle mir dann immer bildlich vor, dass der Computer ähnlich wie bei einem Daumenkino mit seinem Computerdaumen durchblättert, aber ziemlich gut im Stoppen ist. Ich denke auch immer nur an die Dinger, wenn ich sie sehe, sodass ich die wissenschaftliche Funktionsweise daheim bisher nicht nachschlagen konnte, weil ich sie schlichtweg wieder vergessen habe. Heute habe ich aber dran gedacht. Ha.

http://viermalbe.spacequadrat.de/fallblattanzeige.jpg

Die Teile heißen "Fallblattanzeige" oder im Englischen "Split-flap display". Die Funktionsweise ist eher ernüchternd. Wikipedia weiß:

Auf einer Achse (1) sind in gleichmäßigem Abstand Plättchen (2) drehbar befestigt. [...] Die Rückseite eines Plättchens und die Vorderseite des folgenden Plättchens zeigen zusammen jeweils ein aufgedrucktes Symbol. Durch eine Rückhalteeinrichtung (3) ist jeweils die Vorderseite und die Rückseite von zwei folgenden Plättchen sichtbar. Dreht sich die Achse, so rutscht das obere Plättchen durch die Rückhalteeinrichtung und klappt um. Hierdurch wird das folgende Symbol sichtbar und es kommt – insbesondere bei älteren Fabrikaten – zum charakteristischen Klappern; daher wird diese Anzeigeart umgangssprachlich auch als „Klappertafel“ bezeichnet. Quelle

Hätten wir das also auch geklärt. Irgendwie nur halb so spannend, wie ich es mir in stundenlanger Wartezeit am Bahnhof ausgemalt habe. Schade.

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June 28th, 12:32am 0 comments

Pustekuchen

Wenn ihr euch bisher noch keine Gedanken über die Herkunft des Wortes "Pustekuchen" gemacht habt oder dachtet, das hätte irgendwas mit frischen Backwaren zu tun, dann geht es euch da wie mir. Natürlich ist es wieder mal ganz anders. Mit Kuchen hat das Ganze nämlich überhaupt nichts zu tun. 

Um die wahre Herkunft zu beschreiben, holt Wikipedia* ein bisschen weiter aus. Im Jiddischen* gibt es nämlich die Redewendung "Ja cochem, aber nicht lamdon", was soviel heißt, wie "Schlau, aber nicht schlau genug". Die Berliner haben Anfang des 19. Jhd. daraus dann schnell "Ja Kuchen, aber nicht London", und wenig später nur noch "Kuchen" gemacht. 

Über die Herkunft des ersten Teils "Puste" gibt es verschiedene Theorien. Wikipedia behauptet, dass man "Puste" vor den Kuchen setzte, um eine noch größere Abneigung zu zeigen. Ähnlich, wie man heute wohl "Der redet doch nur heiße Luft." sagt. Mir gefällt aber die Erklärung von Wissen.de* besser, die beim Jiddischen bleibt. Ob sie richtiger ist, kann ich nicht sagen. Dort wird nämlich behauptet, "Puste" käme von dem jiddischen Wort "poschut", was soviel heißt, wie "wenig". Wie wir ja von oben wissen, bedeutet "cochem" soviel wie "schlau, klug, gewitzt". Also hieße der Pustekuchen übersetzt wohl "wenig gewitzt".

Das jiddische Wort "cochem" verwenden wir in der deutschen Sprache übrigens noch häufiger, ohne es zu wissen. So steckt es auch in dem Wort "ausgekocht", was soviel heißt, wie "umtriebig, schlau".

Allen, die Interesse an der jiddischen Sprache und den Begriffen haben, die wir auch heute noch unbewusst verwenden, sei das Buch "Chuzpe, Schmus & Tacheles - Jiddische Wortgeschichten" von Hans Peter Althaus empfohlen. Ihr könnt das Buch bei Google Books lesen oder bei Amazon bestellen.

Wenn ihr beim Lesen der Überschrift jetzt also ein leckeres Rezept erwartet habt und enttäuscht seid, dass ich nur mit klugscheißerischem Wissen daherkam - Pustekuchen!

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June 27th, 4:42am 0 comments

Rückenwind

...ist mit Abstand die 'po'etischste Umschreibung für einen Gruß aus Darmstadt*.

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June 27th, 4:01am 0 comments

Rudelgucken

...praktiziere ich lieber vor dem Wolfsgehege im Zoo. Wieso? Weil mir dieses pseudo-kollektive Fußballgeschaue ziemlich auf die Nerven geht. Gut, die Stimmung mag eine andere sein, als in meinem Wohnzimmer. Dort werde ich aber, dank fehlender Vuvuzela-Idioten, nicht taub. Auf der Couch kann ich es mir gemütlich machen, unter Umständen auch in Schlübber*, kann essen und trinken, was ich möchte und muss nicht befürchten, dass ein aufspringender Volldepp mir das Bier umstößt. 

Außerdem habe ich genug Atmosphäre, wenn ich das Fenster öffne, denn gegenüber befindet sich die größte Fanmeile der Stadt, 6 Leinwände und genug Freaks, die mir das Wohnzimmer beschallen. Ich werde mich also um 16 Uhr gemütlich auf den Balkon setzen, den Fernseher drehen und unseren Jungs die Daumen drücken. 

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June 26th, 10:29am 0 comments

Moronizopi

...steht für Monkey-Robot-Ninja-Zombie-Pirate und ist eine ziemlich coole Variante von Stein-Schere-Papier. Deshalb hier die Regeln: 

  • Der Affe täuscht den Ninja zieht dem Roboter den Stecker.
  • Der Roboter erwürgt den Ninja und zerquetscht den Zombie.
  • Der Pirat ertränkt den Roboter und spießt den Affen auf.
  • Der Ninja schlägt den Piraten und enthauptet den Zombie.
  • Der Zombie isst den Piraten und zerreißt den Affen.

Das Ganze kann man sich leichter merken, wenn man den Namen des Spiels lernt. Jeder Charakter schlägt nämlich die beiden, die als nächstes kommen. Bei Zombie und Pirat fängt man wieder von vorn an. 


Mehr Informationen findet ihr im Blog von Mark A. Rayner, der sich das Spiel ausgedacht hat. Er versucht auch noch, irgendwie Vampire und Werwölfe zu integrieren. Wenn ihr Ideen habt, wie man das Spiel weiter verbessern kann, schreibt es doch einfach in die Kommentare. 

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June 25th, 1:33pm 0 comments

Dolly-Parton-Test

Neue Lieder werden vor der Veröffentlichung heutzutage häufig dem "Dolly-Parton-Test" unterzogen. Dabei wird das Lied nur mit Akustikgitarre bei richtigem Lagerfeuer-Feeling nachgespielt. Wenn es dann immer noch toll klingt, hat der Song den Test bestanden und könnte ein Hit werden. Wer Dolly Parton ist, erfahrt ihr hier.

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June 25th, 10:58am 0 comments

Panphobiker

Im Netz findet man tausende Listen mit allerlei Phobien. Darunter Menschen, die Angst davor haben, von einer Ente beobachtet zu werden oder Leute, die sich davor fürchten, ihr eigener Bauchnabel könnte sie einsaugen. Einfacher hat es da der Panphobiker, der hat einfach Angst vor allem.
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